Wertvolle Bücher

Wertvolle Bücher

Die Definition ist schwierig. Der Wert eines antiquarischen Buches ist zunächst ein ideeller. Jedes gelesene Buch kann für den Leser – die Leserin inhaltlich wertvoll sein – oder es befindet sich schlicht schon lange in Familienbesitz, es verbinden sich alte Erinnerungen damit, es wird persönlich für ein Schmuckstück gehalten…
Für den Antiquar, der mit diesen Dingen Handel betreibt, stellt sich die Frage nach dem Wert zunächst nicht. Es gilt in erster Linie der Einkaufspreis und der Verkaufspreis. Mit einem „wertvollen Buch“ bezeichnet der Antiquar meist den Gesamtumfang eines Werkes, also Seltenheit, Zustand, Ausstattung, Vollständigkeit, Herkunft, Marktchancen etc. Es kann ein gesuchter (und schnell verkäuflicher) Titel sein, der aber nicht unbedingt einen mehrstelligen Betrag einbringt oder bspw. eine seltene Inkunabel (Frühdruck bis um 1500) – hier kann der aktuelle Marktwert bis zu einigen hundertausend Euro betragen – eine grosse Bandbreite.
In den allermeisten Fällen kein ausschlaggebendes Kriterium ist das „reine“ Alter.
Eine hundert Jahre alte Predigtsammlung oder Bibel interessiert kaum noch jemanden, ein aus dem gleichen Jahr stammender Band von Albert Einstein oder Thomas Mann können ggf. schon einiges an Geld wert sein. Beispiele in dieser Art könnte ich noch langatmig weiter ausführen. Sie sehen, es ist keine einfache Sache mit dem Wert.
Es kommen ganz unterschiedliche Dinge zusammen.
Fragen Sie einfach nach.
Ich werde versuchen, Ihnen Auskunft zu geben.
Allerdings nur, wenn es um Bücher geht. Ich kann keine Antiquitäten taxieren. Keine Zuchtperle von einer echten Perle unterscheiden oder bei einem Gemälde Original und Fälschung auseinanderhalten. Jörg Mewes